Buchbinderei Kessler

Die Werkstatt

Zwei Räume im Erdgeschoss eines alten Fabrikgebäudes: vorne die Annahme mit Mustern und Papierschrank, hinten die Pressen, die Schneidemaschine von 1958 und ein langer Arbeitstisch aus Buche.

So entsteht ein Einband

  1. Heften. Die Lagen werden auf Bändern oder Gaze mit Leinenzwirn geheftet – das hält länger als Klebebindung.
  2. Runden und Abpressen. Der Buchblock bekommt seinen gewölbten Rücken und liegt eine Nacht in der Presse.
  3. Kapitalband und Hülse. Kleine Details, die man selten bemerkt und die das Buch beim Aufschlagen schützen.
  4. Decke und Bezug. Graupappe, bezogen mit Buchleinen, Papier oder Leder.
  5. Prägung. Von Hand mit Messinglettern und Prägefolie, auf Wunsch blind.

Materialien

Wir arbeiten mit alterungsbeständigem Papier, Weizenstärkekleister und Knochenleim. Für Restaurierungen verwenden wir nur Klebstoffe, die sich später wieder lösen lassen.